Die Alleingeburt meiner Tochter Lorelai

Wie viele von euch wissen, habe ich selbst ein Buch über Geburt geschrieben: Spirituelle Geburt -Erwecke die Göttin in dir. Darin schreibe ich, dass es nicht nur die Geburt des Kindes ist, sondern auch die Frau durch die Schwangerschaft und Geburt neu geboren wird. Jedes Mal kann starke Transformation geschehen. Ein Stück auf der Reise zu uns selbst.

In dieser Schwangerschaft kam auch sehr viel in mir hoch. Ängste, verbunden mit sehr alten tiefsitzenden Glaubensmustern, die so stark in mir verwurzelt waren, dass sie sehr viel hochbrachten.

Die letzten Wochen der Schwangerschaft konnte ich kaum noch schlafen. Gerade in der Nacht wollte vieles sich zeigen. Es kam Panik hoch, Todesängste. Es fiel mir unendlich schwer mich dieser Panik zu stellen, mich ihr hinzugeben, sie anzunehmen, so überwältigend war sie.

Doch mit Hilfe von allen Lieben um mich herum schaffte ich es in einer Meditation hinein zu gehen. Meine eigene Geburt zeigte sich. Etwas von dem ich geglaubt hatte, es längst geheilt zu haben. Doch was wir nicht 100 %ig heilen, ist noch nicht geheilt:). Ich spürte also noch einmal meine eigene Geburt. Fühlt die Atemnot, das Alleinsein, das Verlassensein. Ich verband mein inneres Kind mit der Nabelschnur von Mutter Erde.

Doch vieles mehr kam hoch. Ein Glaubensmuster folgte dem nächsten. Ich wusste nicht, ob ich für die Geburt genug Kraft haben würde, so lange schlief ich nun kaum. Doch in mir wusste ich: Alles musste transformiert werden, damit ich bereit bin für die neue Energie, das neue Wesen in mir.

Am 7. Januar spürte ich dann am Abend die ersten Wehen. Jedes Mal wenn ich in der Nacht erwachte, spürte ich eine leichte Wehe. Wiederrum schlief ich kaum. Doch die Hormone hielten mich wach. Ich war immer noch nicht sicher, ob mein Baby kommen würde, oder ob es nur Übungswehen waren, die bald wieder vergehen würden.

Am Morgen gegen 6 spürte ich dann die erste starke Wehe. Und um 8.30 Uhr war ich dann sicher: Die Geburt würde geschehen: Die erste Geburtswehe war da.

Meine Lieben schliefen noch oben. Also baute ich mir meinen Altar im Wohnzimmer auf. Ich machte alles gemütlich, holte Kissen, meine Yogamatte usw.

Ich beheizte das Zimmer, entkleidete mich und setzte mich auf meine Geburtswanne vor meinen Altar. Obwohl ich die letzten Wochen durch so viel gegangen war und obwohl ich so starken Widerstand in mir gespürt hatte, fühlte ich nun tiefe Hingabe. Ich war begleitet vom Göttlichen und spürte es sehr stark bei mir. Ich hörte die Stimme in mir: Alles ist gut!

Die Wehen kamen alle 5 Minuten. Dann hatte ich immer wieder eine Pause in der ich mich völlig entspannte und einfach sein konnte.

Auch in den Wehen gab ich mich dem hin was war. Ich fühlte wie mein Kind sich in mir bewegte, es immer weiter nach unten tauchte, der Geburt entgegen.

Dann begannen schon die Presswehen. Eigentlich war es eine einzige Presswehe. Mein Körper wollte einfach nur noch pressen. Ich nahm den Kopf meine Kindes mit meiner Hand in Empfang. Nach nur 5 Minuten war der Kopf da, sofort folgte der Rest des Körpers. Mein Kind glitt auf die Yogamatte und sofort stand mein Mann neben mir und hob sie – ein kleines Mädchen – auf und legte sie in meine Arme. Ein wundervolles, perfektes, gesundes kleines Wesen.
Meine große Tochter hatte mich während der letzten Wehen gehört und spürte : Das Baby ist geboren. Sie kam herunter und holte sofort ihre Geschwister. Alle begrüßten ihre neue Schwester und freuten sich. Die kleine Lorelai war sofort wach und blickte sich um. Sie bestaunte alles und trank sofort Muttermilch. Nach einer Stunde durchtrennte mein Mann die Nabelschnur und ich gebar die Plazenta inmitten meiner Familie.

Er wog und maß unsere Kleine und kleidete sie an. Sie wog bei der Geburt 3117 Gramm und war 48 cm groß.

Die Geburt hat etwas mehr als eine Stunde gedauert.

Danke du wundervolles Wesen, dass du hier bist.

Die Plazenta übergaben wir ein paar Tage nach Lorelais Geburt, an dem Mayatag E dem heiligen Feuer und dankten für die 9 Monate der Schwangerschaft und für die Geburt. Die Asche haben wir heute – am Tag Imox – der Energie des Wassers – dem Pazifischen Ozean übergeben. Ich verband mich währenddessen mit dieser wundervollen Kraft und erbat ihren Segen für meine Tochter. Dann sahen wir einen Delphin mehrere Minuten lang über die Wellen springen!

Danke Mutter Erde, danke Kraft des Wassers, danke an die weibliche Kraft.

Alles Liebe,

Alicia.